65. Filmfestspiele Cannes

Weiterer Trimph für Michael Haneke mit AMOUR

Das Cannes-Tagebuch 2012: Fünfter Tag
  
Wenn Boris Becker Wimbleton als ein Wohnzimmer bezeichnen darf, dann kann der österreichische Regisseur Michael Haneke Cannes getrost sein Apartment nennen. Fast alle seine Filme wurden in Cannes uraufgeführt. Beinahe alle gewannen mindestens einen Preis. Sein größter Triumph: Die Goldene Palme für "Das Weiße Band". Dementsprechend groß war natürlich heute morgen die Erwartung an seinen Nachfolger "Amour".

 

Französische Film-Legende Jean-Louis Trintignant brilliert in AMOUR 

 

Nach dem opulent inszenierten "Weißen Band" hat Haneke diesmal den ganzen Film in einer Pariser Altbauwohnung inszeniert. Im Mittelpunkt steht ein alterndes Ehepaar. Als sie nach einem Schlaganfall pflegebedürftig wird, löst sich das vertraute gemeinsame Leben rasant auf, bis nichts mehr davon übrig bleibt als Liebe. Als Ehemann sehen wir die französische Film-Legende Jean-Louis Trintignant - sein erster Leinwandauftritt nach 14 Jahren Kino-Pause. Und er kündigte heute auch bereits an, es soll sein letzter gewesen sein. Als Gattin überzeugt die wunderbare Emmanuelle Riva. Als Tochter besetzte Haneke seine Lieblingsschauspielerin Isabelle Hupert. "Amour" - das ist Kino, das weh tut, schwer zu ertragen, aber unbedingt beeindruckend ist. Und eines ist bereits jetzt klar: Irgendwas wird auch dieser Haneke hier in Cannes gewinnen!

 

Pete Doherty enttäuscht an der Seite von Charlotte Gainsbourg im Liebesdrama "Confessions Of A Child Of The Century"

 

Auf dieses intensive Festival-Erlebnis folgte dann leider eine bittere Enttäuschung: Ex-Libertines und Babyshambles-Gründer Pete Doherty in seiner ersten Hauptrolle an der Seite von Charlotte Gainsbourg in Sylvie Verheydes Liebes-Drama "Confessions Of A Child Of The Century". So sehr wir Pete als Musiker auf der Bühne schätzen (und da haben wir ihn schon mehrmals erlebt) und so ungern wir es schreiben: Als Leinwandheld fehlt ihm leider jegliches Charisma. Dazu kommt eine durchweg uninspirierte Regie. Wir haben uns zwei Stunden zu Tode gelangweilt. Einziger Lichtblick: August Diehl als dekadenter Libertine und Freund des Protagonisten!

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